Nachgedacht

Veröffentlicht unter Bilder | Hinterlasse einen Kommentar

Alles gesagt

Kinder haben uns oft einiges voraus. Während wir Erwachsenen viel zu viel reden, ohne wirklich etwas zu sagen, besitzen Kinder die Fähigkeit, sich auch ganz ohne Worte unmissverständlich auszudrücken:

Veröffentlicht unter Bilder | Hinterlasse einen Kommentar

Fernsehen mit Niveau

Fernsehen verblödet! Das ist nicht nur plakativ, sondern natürlich völliger Unsinn. Es ist einfach nur so, dass die niveauvollen Sendungen etwas schwerer zu finden sind als früher. Und weil man nicht alles gucken kann, die besten Sendungen aber auch nicht verpassen darf, stellen wir hier die Perlen der deutschen Fernsehunterhaltung einfach mal vor:

Schlag den Schwab’ (Mundartlicher Prügel-Klamauk)

Zwei im Weinfass (Aussprechen, bis der Arzt kommt)

Die Stuhlermittler (Verdauungsstörungen an deutschen Schulen)

Die Super Granny (Senioren außer Rand und Band)

Richter Colt (Wenn Reden keinen Sinn mehr hat)

Bauer sucht Sau (Alternativen in der Schweinezucht)

Raus mit den Gulden (Effektive Wege in die Insolvenz)

Viel Spaß beim Fernsehen!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Aus dem Leben eines Twitterers

Wer etwas auf sich hält, der twittert. Ob nun zu Hause am PC, am Arbeitsplatz oder unterwegs mit dem Handy, getwittert wird immer und überall.

07:00 – Der Wecker klingelt.
07:01 – Ich hab den Wecker ausgemacht, stehe jetzt auf.
07:02 – Erstmal Kaffee machen und dann ins Bad.
07:20 – Mist, ich hab Verstopfung. Jetzt ist der Kaffee kalt.
07:21 – Keine Zeit für neuen Kaffee, also Mikrowelle.
07:22 – Schmeckt der Scheiße! Wo sind eigentlich meine Socken?
07:25 – Jetzt aber schnell unter die Dusche, komme sonst zu spät.
07:30 – Outdoor-Handys sind geil. Seife mich jetzt ein.
07:35 – Genug getrödelt, jetzt schnell Haare waschen und abduschen.
07:40 – Kein Handtuch am Start, laufe schnell rüb
07:55 – Bin ausgerutscht, Outdoor-Handy ist im Arsch.
08:00 – Hab im Büro angerufen, fahre ein neues Handy kaufen und dann zum Arzt.
08:20 – Bin wieder zu Hause, kann mit dem dicken Fuß gar nicht fahren.
08:30 – Britta fährt mich, meint aber, ich sollte zuerst zum Arzt. Ohne Handy?

09:00 – Sitze jetzt im Wartezimmer. Hab mir Brittas Handy geliehen.
09:05 – Scheiße, ist das voll hier.
09:15 – Mir ist langweilig. Britta holt Sachen für’s Frühstück.
09:40 – Wo Britta nur bleibt? Und wie lange dauert das hier eigentlich noch?
09:50 – Britta ist noch nicht wieder da, aber ich bin jetzt im Behandlungszimmer.
10:00 – Kein Arzt in Sicht. Wann kommt der denn?
10:04 – Na also, da ist er ja. Muss kurz das Handy weglegen, brauche eine Hand.
10:05 – Der Arzt sieht sich gerade meinen Fuß an.
10:06 – Er will noch röntgen, um sicher zu gehen, ist aber wohl nur verstaucht.
10:07 – Dauernd unterbricht der mich beim Tippen. Kann mich kaum konzentrieren.
10:14 – Die sagen, ich darf das Handy nicht mit zum Röntgen nehmen.
10:17 – Die lassen sich nicht umstimmen. Bin gleich wieder da.
10:26 – Verstehe nicht, warum ich da ohne Handy rein musste.
10:34 – Schon wieder auf den Arzt warten. Echt Scheiße, das mit dem Handy.
10:41 – Der Fuß ist verstaucht. Ach nee, und dafür sitze ich mir hier den Arsch platt.
10:43 – Hochlegen, kühlen … ja ja, weiß ich doch alles. Könnte längst im Handyladen sein.
10:49 – Endlich fertig. Britta ist auch wieder da. Ist noch kurz im Sonnenstudio gewesen.

11:17 – Bin mit Britta im Handyladen. Endlich!
11:25 – Was für eine erbärmliche Auswahl an Handys.
11:29 – Die haben keine Outdoor-Handys, wie soll das gehen unter der Dusche?
11:32 – Britta sagt, ich könnte voererst sowieso nur baden mit dem Verband.
11:33 – Genial, dann kann ich das Outdoor-Handy im Internet bestellen.
11:45 – So, ich habe 2 neue Handys. Falls mir eins in die Badewanne fällt.

12:05 – Verspätetes Frühstück mit Britta.
12:11 – Ah, frischer Kaffee.
12:12 – Schmeckt trotzdem nach Schweiß. Vielleicht mal die Maschine entkalken.
12:16 – Die Brötchen sind total lecker. Esse noch ein halbes mit Kirschmarmelade.
12:23 – Puh, bin ich satt.
12:25 – Britta meint, ich sei geistesabwesend, mit den Gedanken ganz woanders.
12:26 – Britta regt sich total auf. Was ist nur los mit ihr?
12:35 – Jetzt ist sie gegangen. So was von aggressiv.
12:36 – Musste ja so kommen. Hängt den ganzen Tag vor’m PC, kommt kaum raus.
12:37 – Hat einfach keinen Blick mehr für das Wesentliche, die Arme.

Veröffentlicht unter Allgemein, Geschichten | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Im Jetzt

Im Jetzt lebe gerne
Und genieße die Tage
Rücken schnell in die Ferne
Was sagte ich gerade?

Veröffentlicht unter Allgemein, Gedichte | Hinterlasse einen Kommentar

Happy Halloween

Auch hierzulande erfreut sich Halloween immer größerer Beliebtheit. So ziehen in der letzten Oktobernacht mittlerweile beachtliche Scharen von Kindern von Haus zu Haus, um säckeweise Süßigkeiten oder Kleingeld zu schnorren. Über Sinn oder Unsinn dieses Brauches mag man geteilter Meinung sein, entziehen kann man sich ihm allerdings kaum, zumindest dann nicht, wenn man Kinder hat.

Das Kostüm

Natürlich brauchen die Kinder dafür ein Halloween-Kostüm. Und das ist der Punkt, an dem spätestens auch wir Erwachsenen ins Spiel kommen, um dem Nachwuchs den ultimativen Halloween-Kick zu verschaffen. Hier stellt sich schnell die Frage, ob es wirklich notwendig ist, ein maßlos überteuertes und schlecht sitzendes Gewand von der Stange zu kaufen …

… oder ob Mutti mit etwas Fantasie und ein paar geschickten Handgriffen nicht selbst eine originelle Verkleidung zaubern kann, mit der unser Schützling für die gruseligste Nacht des Jahres mindestens ebenso gut gerüstet ist.

Der Kürbis

Das zweite Highlight für die Kinder ist ganz ohne Frage der Halloween-Kürbis. Wer sich das Geld für das Kostüm sparen will, der lässt die Kinder einfach selbst Hand anlegen. Das Kostüm wird in der Notaufnahme des Krankenhauses sowieso nicht wirklich gebraucht. Für alle anderen heißt es, Kürbisse kaufen. Wer noch nie einen Halloween-Kürbis gemacht hat, kauft besser gleich mehrere. Mit ein bisschen Übung und einem scharfen Messer ist das aber tatsächlich einfacher als man denkt.

Allerdings sei darauf hingewisen, dass es sich bei Kürbissen um verderbliche Ware handelt, die nicht unbegrenzt gelagert werden kann. Dabei ist es vollkommen unerheblich, wie schön die Kleinen ihn finden und wieviel Spaß sie damit haben. Auch Kinder müssen irgendwann lernen, loszulassen …

Happy Halloween!

Veröffentlicht unter Allgemein, Bilder | Hinterlasse einen Kommentar

Gesegnet sei der Babelfish

Für alle, die es noch nicht wissen, ein Babelfish ist ein Computerprogramm, das teure menschliche Übersetzer und Dolmetscher vollkommen überflüssig macht. Man gibt einfach seinen Text ein, und innerhalb von Sekundenbruchteilen liefert der Babelfish eine 1:1 Übersetzung in nahezu jede beliebige Sprache:

Betreff: GeschlechtErscheinen-KennwortZugriff Jennifer Phasen

Hallo,

gewannen Sie ein Probekennwort zu unseren
Geschlechtphasenschwätzchenräumen.

Ihr PIN ist 13ä771.

Heute 4 Phasengeschlechterscheinen.
um Ihren ANSCHLUSSSTIFT zu aktivieren,

klicken Sie hier
Veröffentlicht unter Allgemein, E-Mails | Hinterlasse einen Kommentar

Kommunikationstalente

Tiere besitzen ein außerordentliches Kommunikationstalent. Manche von ihnen sind dabei so begabt, dass sie uns mit nur einem wortlosen Blick eine ganze Geschichte in allen relevanten Einzelheiten erzählen können:

Veröffentlicht unter Allgemein, Bilder | Hinterlasse einen Kommentar

Phishing für Fortgeschrittene

Total abgebrannt? Null Kohle auf dem Konto und noch lange kein Monatsende in Sicht? Wie wäre es denn mit ein bisschen Extra-Knete durch geschickt lancierte Phishing-E-Mails? Aber Vorsicht, es gibt zwei wichtige Grundregeln zu beachten.

Erstens sollte man sich natürlich nicht erwischen lassen, und zweitens sollte man sich möglichst geschickt anstellen, damit niemand Verdacht schöpft:

Betreff: [SPAM] DABbank AG - Bitte informieren Sie uns ueber Informationen
der Kunden, auf die Rufnummer angerufend...

Sehr geehrte Kunde DAB Bank!
Wir verbreiten Kennwort nie. Tauschen Sie Ihren Kennwort jede ein Paar
Monate.
Seien Sie sicher, dass Ihr Computer von den Programmen des Anti-Virus, der
Sicherheit und des Schutzes von anti-spyware erneuert wird.
Laden Sie unsere letzte Software, um zu helfen, Ihren Eingang ins Internet
zu schutzen Hier>>  

Tanner Pagan.
2008 Mannschaft der Unterstutzung der DAB Bank.
Veröffentlicht unter Allgemein, E-Mails | Hinterlasse einen Kommentar

Sie müssen Kabelfernsehen anmelden…

…sprach’s und bekam sogleich feuchte Augen ob der in Aussicht stehenden Provision für das Fangen eines fiesen Kabelanschluss-Schwarznutzers, so wie ich einer war.
Allerdings sind nicht alle Dinge so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Denn für die Notwendigkeit, einen Kabelanschluss anzumelden, bedarf es einiger Grundvoraussetzungen, die über die bloße Existenz einer Anschlussdose hinausgehen, wie zum Beispiel deren Nutzung mittels einer physikalischen Verbindung zum Empfangsgerät. Mindestens jedoch sollte der Wunsch vorhanden sein, eine solche Verbindung herzustellen oder zu nutzen.

Dachte ich. Doch nachdem der feuchte Glanz in seinen Augen einer nicht zornfreien Röte gewichen war, erklärte mir der freundliche Mitarbeiter der Kabelgesellschaft, ich müsse den Kabelanschluss jetzt bei ihm anmelden, wenn ich ihn nutze.
“Aha, jetzt kommen wir der Sache langsam näher: Wenn ich ihn nutze.”
Dachte ich. Schon wieder. Mit so einer Wischi-Waschi-Erklärung wie “Will ich aber nicht, und jetzt geh heim!” gibt sich so ein Kabelkommissar allerdings nicht zufrieden.
Obwohl ich das Gefühl nicht loswurde, dass sich das Gespräch irgendwie im Kreis drehte, stieg ich erneut ein und bat um einen schriftlichen Nachweis meiner Verpflichtung.
Den sollte ich zu meiner großen Überraschung auch bekommen: “Das kann ich ihnen schriftlich geben.” sprach’s und zog einen Antrag zur Anmeldung eines Kabelanschlusses aus der Tasche, den ich unterschreiben sollte.

Es gibt Momente im Leben, die stärker als andere dazu angetan sind, einem die Fassung zu rauben. Genau so einen Moment erlebte ich gerade. Nachdem ich den Kampf um meine Contenance zumindest vorerst gewonnen glaubte, setzte ich zu einem letzten verzweifelten Versuch an, den guten Mann in die Realität zurück zu holen. Er habe mich missverstanden, so erklärte ich ihm, denn ich wolle nicht schreiben, sondern lesen. Leider ohne Erfolg, und zwar nachhaltig, wie sich später herausstellen sollte.

Einige Tage nachdem der frustrierte Kabelkommissar ohne meine Unterschrift in der Tasche abgezogen war, erhielt ich tatsächlich die Bestätigung der Anmeldung meines Kabelanschlusses. Neugierig auf die Dinge, die da wohl folgen würden, murmelte ich ein paar Worte des Bedauerns für den unserer Welt Entrissenen und legte das Schreiben auf den Ihr-mich-auch-Stapel.
Weitere Schreiben folgten, Rechnungen und Mahnungen bereicherten abwechselnd den oben erwähnten Stapel. Dann kam das erste Highlight: Man drohte mir mit der Kündigung des Vertrages. Von der Idee überzeugt und begeistert, wartete ich also ab, und ich wurde nicht enttäuscht. Nur wenige Zahlungsaufforderungen später erhielt ich schließlich die ersehnte Kündigung. Na also, war doch gar nicht so schwer.

Dachte ich. Ja, ich weiß, nicht zum ersten Mal. Schließlich warteten ja noch ein paar Rechnungen für die Nutzung meines Kabelanschlusses darauf, beglichen zu werden. Und so hielt ich einige Zeit später das Schreiben der mit dem Inkasso betrauten Anwaltskanzlei in den Händen. Endlich mal jemand, der sich mit Gesetzen auskennt.
Überglücklich formulierte ich meine Antwort und bat höflichst um Zusendung der von mir unterschriebenen Vertragsunterlagen, um endlich Anzeige wegen Betruges und Urkundenfälschung erstatten zu können.

Obwohl ich mir solche Mühe gegeben habe, erhielt ich auf meinen lieben Brief keine Antwort. So aufregend die Geschichte begonnen hatte, so unspektakulär ging sie zu Ende.

Dachte ich. Denn was ist eine gute Geschichte ohne Epilog? So kam es, dass ein zur Abwechslung mal nicht unfreundlicher, von der ganzen Geschichte aber offenbar nichts ahnender Mitarbeiter ebenjener Kabelgesellschaft vom Schicksal zur falschen Zeit an den völlig falschen Ort geführt wurde. Direkt vor meine Wohnungstür.
Auf meinen Schultern entbrannte ein erbitterter Kampf, bei dem mir eine weiß gewandete Gestalt unablässig “Bitte, lass den Mann in Frieden!” ins Ohr hauchte, während ein wildgewordener Kerl mit Dreizack atemlos “Frischfleisch! Frischfleisch!” brüllte.

Sie hatten den armen Kerl geschickt, um meinen Kabelanschluss stillzulegen. Ich erhob keine Einwände, woraufhin er sich anschickte, einen Fuß zum Gehen anzuheben. Leider in die falsche Richtung. Als ihm dämmerte, dass er an mir vorbei wohl kaum durch den Türrahmen passen würde, erklärte er mir, er müsse kurz an die Anschlussdose. Die sei in meiner Wohnung, erwiderte ich, woraufhin er ein heiteres Genau von sich gab, das durch mein nicht minder heiteres Und da kommst Du nicht rein unfreiwillig gebremst wurde, ehe er seinen Fuß erneut heben konnte.

Was er mit meinem Kabelanschluss mache, sei mir herzlich egal, aber weder er, noch irgendein anderer Mitarbeiter seines Unternehmens werde je wieder einen Fuß über diese Schwelle setzen. Er könne tun, was immer er wolle und wo immer er wolle, nur eben nicht in meiner Wohnung.
Unten am Verteiler sei das aber viel schwieriger, weil er ja nicht wisse, welches Kabel in welche Wohnung führe, bat er um Verständnis.
Ich versicherte ihm, dass seine Arbeit an meiner Anschlussdose wesentlich schwieriger zu verrichten sei als am Verteiler, da er hierfür neben ziemlich langen Armen auch die Fähigkeit besitzen müsse, um die Ecke zu sehen. Anders könne er die Dose nämlich von der Wohnungstür aus, mit deren Besonderheiten er ja bereits vertraut sei, wohl kaum erreichen.

Wieder beschlich mich das Gefühl, ein Gespräch zu führen, das sich irgendwie im Kreis dreht. Inspiriert durch meine Frage, ob es bei der Kabelgesellschaft eigentlich spezielle Schulungen für sinnfreie Unterhaltungen gebe, zog auch die so hoffnungsvoll in die Schlacht geschickte Nachhut resigniert davon. Ob er seine Arbeit zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hat, kann ich nicht sagen, weil ich, wie ja schon zu Beginn der Geschichte ungehört erwähnt, kein Kabelfernsehen schaue.

Veröffentlicht unter Allgemein, Geschichten | Hinterlasse einen Kommentar